Für die Ausübung der Tätigkeit des Immobiliar-Darlehensvermittler bedarf es einer Zulassungnach § 34 i der Gewerbe-Ordnung und der Registierung im Vermittlerregister

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Die Zulassung gemäß § 34 i GewO wurde der Hartmann Financial Consulting von der Bezirksregierung Arnsberg erteilt.

 

Hinweis: Die Erlaubnis wurde nicht auf Grundlage einer leider möglichen " Alten Hasen Regelung " erteilt, sondern wegen den nachgewiesen beruflichen Qualifikationen des Antragstellers.

Erlaubnis nach § 34 i . 1 GewO für die Immobiliar-Darlehensvermittlung

Auszug aus dem Vermittlerregister nach §34 i ( GewO ):

 

Es wurde für die folgenden Tätigkeiten die benötigten Genehmigungen erteilt:

 

  • Immobiliar-Darlehens-Vermittler 
  •  
  • Honorar-Immobilien-Darlehensberater 

Im Zuge der gesamteuropäischen Regulierung des Finanz-Sektors wird nun ein weiterer Bereich, die Immobilien-Kreditvermittlung, im § 34i GewO am 21.03.2016 neureguliert.

Zusammengefasst müssen Berater die in diesem Bereich tätig sind und bleiben wollen, spätestens nach Ablauf einer 1-jährigen Übergangsfrist, zum 21.03.2017, wahrscheinlich dann mindestens die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

 

-  Nachweis der benötigten Sachkunde, durch eine IHK-Prüfung

-  Nachweis einer Vermögensschadens-Haftpflicht

-  Registrierung bei öffentl. Aufsichts-Behörden/Organisationen

-  Eintragung in ein neues Vermittler-Register

-  Nachweis von geordnete Vermögensverhältnissen

 

Wir unterstützen ausdrücklich diese schon lange überfällige Gesetzes-Novellierung. Bedauerlicherweise wird auch in diesem Bereich, auf Druck der Lobbyisten und Verbände, mit der Einführung einer " Alten-Hasen-Regelung " zu rechnen sein. Leider setzt sich dadurch auch hier, wie auch schon in den § 34d + § 34f der GewO, die konsequente Anforderung des Nachweises der fachlichen Qualifikation nur eingeschränkt durch.

 

Nach den derzeit vorliegenden Informationen zum laufenden Gesetz-gebungsverfahren erfüllt die

 

Hartmann Financial Consulting e.K.

 

schon heute freiwillig und deutlich mehr, als die zukünftig geforderten Qualifikationen und Anforderungen, die in der derzeitigen Novellierung erwartet werden.

Aktuelle Informationen zum Stand des Gesetzgebungsverfahrens

Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Die Richtlinie 2014/17/ЕU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Februar 2014 über Wohnimmobilienkreditverträge für Verbraucher ist bis zum 21. März 2016 in deutsches Recht umzusetzen. Die Bundesregierung plant zudem, entsprechend der Vereinbarung des Koalitionsvertrags, Regelungen zur Beratungspflicht des Darlehensgebers für die Fälle einzuführen, in denen das Konto dauerhaft oder erheblich überzogen wird. Zudem soll der Honorarberater im Anwendungsbereich der Wohnimmobilienkreditrichtlinie eingeführt werden.

 

Neue Erlaubnispflicht nach § 34i GewO-E (Immobiliardarlehensvermittler)

Die geplante neue Erlaubnispflicht des Immobiliar-darlehensvermittlers (§ 34i GewO-E) erfasst die gewerbsmäßige Vermittlung von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen im Sinne von § 491 Absatz 3 BGB-E oder entsprechende entgeltliche Finanzierungshilfen im Sinne des § 506 BGB-E und die Beratung zu solchen Verträgen.

Unter den Begriff „Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag“ fallen nach der Legaldefinition des Regierungsentwurfs entgeltliche Darlehensverträge zwischen einem Unternehmer als Darlehensgeber und einem Verbraucher als Darlehensnehmer, die entweder durch ein Grundpfandrecht oder eine Reallast besichert sind oder die für den Erwerb oder die Erhaltung des Eigentums an Grundstücken, an bestehenden oder zu errichtenden Gebäuden oder für den Erwerb oder die Erhaltung von grundstücksgleichen Rechten bestimmt sind.

Die Vermittlung von Bausparverträgen wird von § 34i Absatz 1 GewO-E nicht erfasst, weil Bausparverträge als solche keine Immobilar-Verbraucherdarlehensverträge sind. Sie bilden allerdings eine Grundlage für den etwaigen späteren Abschluss eines Bausparvertrages, bei dem es sich oftmals um einen Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag handeln wird, bei dem es sich aber auch um einen Allgemein-Verbraucherdarlehensvertrag handeln kann. Wegen dieser Verknüpfung wird von der Bundesregierung noch geprüft, ob eine ausdrückliche Einbeziehung der Vermittler von Bausparverträgen in den Anwendungsbereich des § 34i GewO zu einem späteren Zeitpunkt sachgerecht erscheint.

 

Keine getrennte Erlaubnispflicht für Immobiliardarlehens-vermittler und Honorar-Immobiliardarlehensberater

 

Eine eigene Erlaubnispflicht für den Honorar-Immobiliardarlehensberater ist im Gegensatz zum Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h GewO nicht vorgesehen. Obwohl es sich bei der Erbringung
von Beratungsleistungen nach der Wohnimmobilienkreditrichtlinie um eine Tätigkeit handelt, die von der Kreditvermittlungstätigkeit zu unterscheiden ist, sieht der Regierungsentwurf nur einen einheitlichen Erlaubnistatbestand vor. Wird der Gewerbetreibende jedoch als Honorar-Immobiliardarlehensberater tätig, gelten hierfür spezielle Berufspflichten.

 

Erlaubnisvoraussetzungen

Die Erlaubnisvoraussetzungen für den Immobiliardarlehensvermittler orientieren sich an den bereits bekannten Bestimmungen für Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler: Neben der schon bisher notwendigen Zuverlässigkeit und den geordneten Vermögensverhältnissen hat der Immobiliardarlehensvermittler künftig eine Berufshaftpflichtversicherung (oder eine gleichwertige Garantie) sowie entsprechende Sachkunde nachzuweisen. Notwendig ist ferner, dass der Gewerbetreibende seine Hauptniederlassung oder seinen Hauptsitz im Inland hat und seine Tätigkeit als Immobiliardarlehensvermittler auch im Inland ausübt. Einzelheiten zur Berufshaftpflicht (oder der gleichwertigen Garantie) und der Sachkunde werden nicht durch das Gesetz selbst, sondern durch eine Verordnung geregelt.

 

Nichterforderlichkeit der Sachkundeprüfung

("Alte Hasen-Regelung")

 

Für Personen, die langjährig und ununterbrochen selbständig oder unselbständig eine Tätigkeit als Immobiliardarlehensvermittler ausgeübt haben, wird zu unserem Bedauern eine "Alte Hasen-Regelung" eingeführt. Die erforderliche Sachkunde wird vermutet, sofern der Gewerbetreibende eine ununterbrochene Tätigkeit seit dem 21. März 2011 durch Vorlage geeigneter Unterlagen nachweisen kann (selbständig tätige Vermittler insbesondere durch die Erlaubnisurkunde nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummern 1, sowie zum Beispiel durch Vertragskopien oder Provisonsabrechnungen; unselbständig tätige Vermittler zum Beispiel durch den Arbeitsvertrag, Arbeitszeugnisse oder eine Bestätigung des Arbeitgebers). Kurzfristige Unterbrechungen wie z. B. Fortbildungsveranstaltungen, Krankheiten, Kuren, Urlaub oder die gesetzlichen Mutterschutzzeiten stellen keine Unterbrechung dar. Auch Elternzeiten können in einem angemessenen Rahmen berücksichtigt werden.

 

Sachkunde und Zuverlässigkeit auch bei mitwirkenden Angestellten und Personen in leitender Funktion

Der Regierungsentwurf sieht zudem vor, dass der Immobiliardarlehensvermittler Personen, die bei der Vermittlung oder Beratung (nicht zwangsläuftig unmittelbar!) mitwirken oder in leitender Position für diese Tätigkeit verantwortlich sind, nur dann beschäftigen darf, wenn deren Zuverlässigkeit und Sachkunde geprüft wurde. Damit geht die Vorschrift im Anwendungsbereich über die vergleichbare Regelung der Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO hinaus, die nur die Beschäftigten dem Sachkundeerfordernis unterwirft, die unmittelbar bei der Beratung und Vermittlung, also am "point of advice/sale" mitwirken. Aktuell wird diskutiert, ob nicht zudem eine Vorgabe gemacht werden soll, dass die Struktur der Vergütung der in dem Gewerbebetrieb beschäftigten Personen deren Fähigkeit nicht beeinträchtigen darf, im besten Interesse des Darlehensnehmers zu handeln. Insbesondere ist hier an eine Unvereinbarkeit der Vergütung mit Koppelungszielen zu denken.

 

Vereinfachtes Verfahren und Zeitplan für Inhaber einer Erlaubnis nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummern 1 und 2 GewO

 

Wird die Erlaubnis unter Vorlage der bisherigen Erlaubnisurkunde gemäß § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummern 1 GewO als Darlehensvermittler beantragt, so erfolgt keine Prüfung der Zuverlässigkeit und der Vermögensverhältnisse.

Für Gewerbetreibende, die am 21. März 2016 eine Erlaubnis zur Vermittlung des Abschlusses von Verträgen im Sinne des § 34i Absatz 1 GewO-E nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummern 1 und 2 GewO haben und die Verträge über Immobiliardarlehen im Sinne des § 34i Absatz 1 GewO-E weiterhin vermitteln wollen, sieht es der Regierungsentwurf als ausreichend an, wenn diese bis zum 21. März 2017 eine Erlaubnis als Immobiliardarlehensvermittler nach § 34i Absatz 1 GewO-E besitzen. Bis zur Erteilung einer Erlaubnis nach § 34i GewO-E kann der Gewerbetreibende jedoch keinen Gebrauch vom Notifizierungsverfahren für die Tätigkeit in anderen EU-/EWR-Staaten machen.

 

Ausnahmen von der Erlaubnispflicht

Der vorliegende Entwurf lässt von der Erlaubnispflicht nach § 34i Absatz 1 GewO-E in zwei Fällen Ausnahmen zu:

1. Kreditinstitute, für die eine Erlaubnis nach § 32 Absatz 1 KWG erteilt wurde, und Zweigstellen von Unternehmen im Sinne des § 53b Absatz 1 Satz 1 KWG.

2. Immobiliardarlehensvermittler, die den Abschluss von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen oder entsprechenden entgeltlichen Finanzierungshilfen vermitteln oder Dritte zu solchen Verträgen beraten wollen und dabei im Umfang ihrer Erlaubnis handeln, die dem jeweiligen Gewerbetreibenden auf Grundlage der Wohnimmobilienkreditrichtlinie in seinem Herkunftsmitgliedstaat erteilt wurde. Macht der Gewerbetreibene eines EU-/EWR-Staats von dieser Regelung Gebrauch, werden seine Daten auch in das deutsche Register nach § 11a Absatz 1 GewO eingetragen.

 

Registrierungspflicht

 

Sowohl der Immobilienkreditvermittler als auch die unmittelbar bei der Vermittlung oder Beratung mitwirkenden oder dafür verantwortlichen Personen unverzüglich nach Aufnahme ihrer Tätigkeit müssen in das bereits vom Finanzanlagen- und Versicherungsvermittlerrecht bekannte Register nach § 11a GewO eingetragen werden. Der Kreis der Beschäftigten, welche die Sachkunde nachweisen müssen, ist somit weiter als der Zahl von registrierungspflichtigen Beschäftigten.

 

Berufspflichten

Immobiliardarlehensvermittler werden ferner auch Berufspflichten (z. B.  getrennte Verwaltung von Vermögenswerten des Kreditnehmers, Rechnungslegung nach der Ausführung des Auftrags) einzuhalten haben. Auch hier werden die Einzelheiten erst durch entsprechende Verordnungen geregelt werden. Der Regierungsentwurf legt jedoch rechtliche Rahmenbedingungen dafür fest, wenn der Vermittler eine „unabhängige Beratung“ anbietet oder als „unabhängiger Berater“ auftritt („Honorar-Immobiliardarlehensberater“). Danach muss er seiner Empfehlung, die die Bedürfnisse, die finanzielle Situation und die persönlichen Umstände des Kreditnehmers berücksichtigt, eine hinreichende Anzahl von auf dem Markt angebotenen Immobilienkreditverträgen zu Grunde legen. Zudem darf er vom Kreditgeber keine Zuwendungen annehmen oder von ihm in anderer Weise abhängig sein.

 

Auswirkung auf die Vermittlung anderer Darlehensverträge

 

Die Vermittlung anderer Darlehensverträge fällt weiterhin unter die Erlaubnispflicht nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 GewO. Allerdings ist zu beachten, dass die Vermittlung und Beratung über partarische Darlehen und Nachrangdarlehen als Vermögensanlagen (siehe Kleinanlegerschutzgesetz) seit dem 10. Juli 2015 der Erlaubnispflicht nach § 34f GewO unterfällt.

 

Öffentlicher "Pranger"

 

In Umsetzung der Richtlinienbestimmungen sieht der Regierungsentwurf zudem einen öffentlichen "Pranger" vor. Danach kann die zuständige Behörde jede in das Gewerbezentralregister einzutragende, nicht mehr anfechtbare Entscheidung wegen Verstößen mit gewerberechtlichem Bezug öffentlich bekannt machen, sofern eine solche Bekanntgabe die Stabilität der Finanzmärkte nicht ernstlich gefährdet und den Beteiligten keinen unverhältnismäßig hohen Schaden zufügt. Die Bekanntmachung erfolgt in einem solchen Fall durch Eintragung in das Register nach § 11a Absatz 1 GewO.

 

Erlaubnis- und Aufsichtszuständigkeit

 

Die Erlaubnis- und Aufsichtszuständigkeit wird wie beim Finanzanlagenvermittlerrecht durch den jeweiligen Landesgesetzgeber bestimmt.

 

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